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Die Hand Gottes

Das mittlere Motiv dieses Gobelins ist nach einem Fresco in der Kirche San Clemente im andalusischen Bergdorf Tahul gearbeitet. Es bildet eine helle, strahlend weiße Fläche, aus der eine Hand herausreicht. Das lichte Weiß der Fläche will andeuten, daß die Hand aus dem Raum des unzugänglichen Lichtes kommt. Gott tritt aus seiner Verborgenheit heraus und offenbart sich uns Menschen in seinen Wohltaten, in dem Wort und Sakrament und in der Person seines Sohnes Jesus Christus.

Die Hand auf der mitte des Wandteppichs
Die Hand gehört zu einer Gestalt, die vollkommen und unendlich ist. Darauf deuten die beiden farbigen Kreise hin, aus denen die Hand sich uns entgegenstreckt. Da ein Kreis weder Anfang noch Ende hat, ist er Sinnbild des Vollkommenen und des Unendlichen. In der hebräischen Sprache des Alten Testaments gibt es für Hand und Macht ein Wort, das beides meint. Die Hand zum Zeichen die wirkende Macht Gottes. Es ist aber auch die segnende Hand Gottes und die Hand eines Siegers. Es ist die Hand von der Jesus Christus verheißen hat: "Niemand wird die Schafe aus meines Vaters Hand reißen." Es ist die Hand, die uns Geborgenheit gibt.

Wie auch Jesus in seiner Sterbensnot am Kreuz gerufen hat: "Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist." (Lukas 23, 36) Die Hand durchbricht in unserem Bild den blauen Kreis. Blau ist die Farbe des Himmels. Gott kommt so uns nahe, er durchbricht den Himmelskreis und kommt durch seinen Sohn zu uns auf die Erde. Um den blauen Kreis herum schließ sich eine ein roter. Rot ist die Farbe des Blutes des Gotteslammes, das sich aus Liebe opfert. Es ist aber auch die Farbe des Feuers, das alles Unnütze verbrennt und somit auch Farbe des Heiligen Geistes, der unsere Herzen reinigt und die toten Herzen entzündet zur hingebenden Nächstenliebe. Die Hand im königlichen Gold dargestellt zeugt von den großen Taten Gottes.